Titelbild des Unternehmensmagazins "Stand.Land.Wissen." Klick auf das Bild linkt zur weiteren Details über die Arbeit von Cathrin an diesem Magazin.

Forum Moderne Landwirtschaft

Stadt. Land. Wissen.

Das Forum Moderne Landwirtschaft (FML) hat das Ziel, den Dialog zwischen der deutschen Landwirtschaft und den Verbrauchern zu beleben. Dafür nutzt das FML verschiedene Kommunikationsformate und -kanäle. Dazu zählt u. a. der ErlebnisBauernhof auf der Grünen Woche mit Diskussionsrunden, technologischen Innovationen und vielen Aufklärungsständen.

Die AgrarScouts sind eine bundesweite Gruppe von rund 800 jungen Landwirtinnen und Landwirten, die auf Stadtfesten, in Schulen oder bei Sonderaktionen des Forums den Alltag auf einem Bauernhof nahebringen.

Mutige und experimentierfreudige Landwirte und Landwirtinnen, denen Umwelt Artenvielfalt, Klima und Tierwohl am Herzen liegen, werden auf Social Media genauso wie in Printveröffentlichungen porträtieriert.

Seit 2021 interviewe ich Landwirtinnen und Landwirte und schreibe über die innovationsgetriebene Branche. Als typische Verbraucherin habe ich in den vergangenen Jahren viel über die Lebensmittelproduktion und die Erhaltung unserer Natur in Deutschland gelernt.

Seitdem das Printmagazin eingestellt wurde, schreibe ich regelmäßig Reportagen über moderne Landwirte und ihren Arbeitsalltag für den Internetblog des Vereins.

Leseprobe

Er sei gebürtiger Westberliner und eine echte „Stadtpflanze“, erzählt Andreas Hoppe über sich. Auch einen Lieblingsort hatte der Schauspieler in der Spreemetropole als Kind: den Schrebergarten seines Großvaters. „Ich habe dort gesät, gepflanzt und geerntet. Für mich verströmte der Garten so viel Friedlichkeit und war ein Platz der Ruhe und ein geschützter Raum.“ Da er schon immer neugierig auf Natur war und sich für die Ernährung mit nachhaltigen, regionalen Lebensmitteln interessierte, beschloss er irgendwann, aufs Land zu ziehen. Erst nach Mecklenburg-Vorpommern, danach in die Nähe von Hamburg. „Für mein erstes Buch ‚Allein unter Gurken‘ baute ich Gemüse ökologisch an und hatte eine Streuobstwiese mit unbehandelten Äpfeln.“ Als Hobby-Biolandwirt will er sich dennoch nicht bezeichnen. „Ich habe einen viel zu großen Respekt vor dem Berufsstand“, sagt der ehemalige „Tatort“-Kommissar und Buchautor. Er wundert sich immer wieder darüber, wie wenig Verbraucher über Ernährung wissen oder sich überhaupt dafür interessieren.
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Hopfen ist eine Dauerkultur und bleibt ca. 30 Jahre im Feld. Von März bis April werden die Hopfenreben auf Bodenhöhe zurückgeschnitten. Dann spannt Kügel an der Hopfengerüstanlage neue Drahtseile auf sieben Meter Höhe. Die Anlage selber besteht aus Betonsäulen. Die Hopfenreben beginnen zu wachsen, rund zehn Zentimeter pro Tag. Bis Juli werden die Pflanzen gedüngt und gepflegt. Nachdem die Reben aufgehört haben zu wachsen, entwickeln sie Blüten, die im Sommer zu Dolden werden. Sechs Wochen später sind diese erntereif. Ein Abreißgerät erntet die sieben Meter langen Hopfenreben. Ein Ladewagen transportiert sie zur Weiterverarbeitung ins Erntezentrum. „Es gibt drei Hopfenkategorien: Bitter-, Aroma- und Flavour-Hopfen. Wir haben uns auf Bitterhopfen spezialisiert, der ertragreicher ist als die anderen“, erklärt Kügel. [ … ]